Sitzung des Gemeinderats vom 26. April 2007
TOP 1 - Bericht „Arbeitskreis Energie“ zum Energieverbrauch Uhlandschule
Uhlandhalle, Schwimmbad
Die Vorsitzende durfte die anwesenden Vertreter des „Arbeitskreises Energie“, Herrn Bischoff, Herrn Grundler und Frau Rilling begrüßen, welche sich in dankenswerter Weise seit Jahren der energetischen Überprüfung der kommunalen Liegenschaften annehmen. In gemeinsamen Sitzungen habe man die Ergebnisse bereits gemeinsam mit dem Hausmeister, Herrn Kast, diskutiert. In der heutigen Sitzung soll das Gremium informiert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Überprüfung des Komplexes der Uhlandschule, Uhlandhalle und Schwimmbad sei mit außergewöhnlich viel Arbeit verbunden gewesen, da -wie dem Gremium bekannt ist- oftmals eine Zuordnung der Versorgungsstränge und Zähler nur schwer möglich ist, was eine Bestandsaufnahme entsprechend kompliziert mache.
Sie bedankt sich für das große Engagement des Arbeitskreises und bittet Herrn Bischoff um eine kurze Einleitung, bevor Herr Grundler den Bericht des Arbeitskreises vorstellen wird.
Herr Bischoff bestätigt, dass sich der „Arbeitskreis Energie“ mit dem Thema „Schulkomplex“ nach der Untersuchung der Straßenbeleuchtung einen weiteren sehr umfangreichen Bereich zur energetischen Untersuchung vorgenommen habe. Die bestehende energetische Situation sei nicht die beste und sei es deshalb unbedingt wert, angegangen zu werden. Der „Arbeitskreis Energie“ ersetze aber kein Ingenieurbüro, sondern könne nur Vorfeldprüfungen leisten.
Herr Grundler erläutert eingehend, dass der Komplex Uhlandschule, Uhlandhalle und Schwimmbad 75 % des Stromverbrauchs (ohne Straßenbeleuchtung) der Gemeinde ausmache. Daraus könne man ersehen, wie sinnvoll eine energetische Überprüfung dieses Komplexes ist.
Er stellt nun die GR-Drucks. 2007-39 an Hand von folgenden Folien vor.
Abschließend weist Herr Grundler darauf hin, dass man allgemeind davon ausgehen könne, dass durch eine Änderung des Nutzerverhaltens Einsparungen von 10 bis 15 % möglich sind.
Die Vorsitzende bedankt sich für die ausführlichen Informationen und berichtet dem Gemeinderat, dass bei den bereits stattgefundenen Gesprächen auch der Hausmeister involviert war. Dabei habe sich bestätigt, dass die Ausbildung des Hausmeisters zum Heizungsinstallateur nun wertvolle Hintergrundinformationen biete. Trotzdem sei die vorgeschlagene Weiterbildung in allen Bereichen selbstverständlich notwendig. Die Optimierungsvorschläge des „Arbeitskreises Energie“ sollen -soweit möglich- direkt umgesetzt werden. Die mit Investitionen verbundenen Vorschläge würde die Ortsbaumeisterin prüfen und Vorschläge bis zur Haushaltsberatung ausarbeiten. Investitionen im kleineren Bereich -wie z.B. Ersatz einer defekten Pumpe- werde verstärkt unter energetischen Gesichtspunkten erfolgen. Ein großes Thema von Verwaltung und „Arbeitskreis Energie“ werde künftig sein, sich rechtzeitig konzeptionelle Gedanken und Planungen zur Erneuerung der Heizungsanlage der Schule zu machen, damit bei einem Ausfall der Anlage auf ein vorliegendes Konzept zurückgegriffen werden könne. Sie schlägt vor, dass Verwaltung und Arbeitskreis hier gemeinsam die Vorarbeit leisten und das Thema im Rahmen einer Klausur mit dem Gemeinderat angehen.
GR Wahl bedankt sich bei Herrn Grundler für die verständliche Darlegung der Situation und die Sensibilisierung für notwendige Maßnahmen. Das Thema „Energieverbrauch der Uhlandschule“ müsse dringend angegangen werden.
GR Komanschek begrüßt für die ALW, dass mit dieser Untersuchung der richtige Weg eingeschlagen wurde. Er bedauert in diesem Zusammenhang, dass sich die ALW-Fraktion zusammen mit der SPD-Fraktion bei den Haushaltsberatungen bezüglich der Erneuerung der Eingangstür der Schule nicht durchsetzen konnte.
GR Rasp schließt sich seinen Vorrednern an. Die Untersuchung sei sehr aufschlussreich und zeige deutliches Einsparpotenzial auf. Er bittet dringend darum, dass die Vorschläge angegangen werden und nicht im Sande verlaufen.
Auch GR Wolfer richtet seinen Dank an das Team des „Arbeitskreises Energie“ für die umfangreiche Arbeit, die gezeigt habe, dass an der Schule -als größten Verbraucher der Gemeinde- der Hebel angesetzt und etwas bewegt werden müsse. Ebenso dass das Thema „Energieeinsparung“ unbedingt an Gewicht gewinne und dringend etwas bewegt werden müsse. Trotzdem gibt er zu bedenken, dass die Finanzierung größerer Investitionen zunächst abgewogen werden müsse.
Die Vorsitzende teilt die Euphorie nicht so ganz; die GPA-Prüfungen hätten wiederholt ergeben, dass Wannweil eine wirtschaftliche Gemeinde sei und mit einer Kennzahl von 20 bereits deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden liege. Dem entsprechend seien Einsparungen umso schwieriger.
Außerdem werde die Schule künftig durch zusätzliche Nutzungen -wie die Ganztagesbetreuung- verstärkt genutzt. Sollten die aktuellen Zahlen unter diesen Voraussetzungen gehalten werden können, würde dies nach ihrer Auffassung bereits eine deutliche Einsparung bedeuten, ohne aber dass sich diese Einsparungen auf den Haushalt auswirken würden.
GR Rilling zeigt sich erfreut, dass der Bericht keine unrealistischen Zahlen enthalte. Er schließt sich der Auffassung der Vorsitzenden an, dass „gigantische Einsparungen“ nicht möglich sein werden. Mit der Stromverbrauchssteigerung kämpfe jede Kommune, die nicht zuletzt durch den Einsatz vieler neuer Geräte -wie PCs- hervorgerufen werde. Im Bereich der Technik der Heizungsanlage sieht GR Rilling dagegen eine gute Einsparmöglichkeit.
Herr Bischoff bittet die Verwaltung abschließend, dafür Sorge zu tragen, dass eine Datenerfassung künftig noch besser möglich ist. Dies sei mit überschaubaren Kosten machbar. Nur mit einer funktionierenden Datenerfassung sei eine weitre Konkretisierung der Maßnahmen möglich.
Die Vorsitzende unterstützt dies und erklärt, dass der Hausmeister bereits damit beauftragt wurde, die Zähler durch verschiedene Tests zuzuordnen. Da diese Aufgaben zum laufenden Geschäft der Verwaltung gehöre, sei eine Beschlussfassung des Gremiums hierzu nicht notwendig.
Der Gemeinderat nimmt den Bericht des „Arbeitskreises Energie“ sowie die Erläuterungen der Vorsitzenden zur Kenntnis.
TOP 2 - Annahme einer Sachspende im Wert von 100 Euro vom Autohaus Mayer
Die Vorsitzende erläutert die GR-Drucks. 2007-52. Sie weist darauf hin, dass entsprechend der derzeitigen Gesetzesgrundlage der Gemeinderat Sachspenden zustimmen muss.
Ohne Diskussion fasst der Gemeinderat einstimmig folgenden Beschluss:
Die Spende des Autohauses Peugeot-Mayer zur Förderung des Feuerschutzes im Wert von 100 Euro wird dankend angenommen.
TOP 3 - Beschaffung eines Rollgerüstes
Ortsbaumeisterin Mergenthaler erläutert die GR-Drucks. 2007-54 und führt aus, dass sie im Rahmender Tätigkeit als Koordinatin für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz auch für die Sicherheit der Gemeindemitarbeiter zuständig sei.
Für diverse Tätigkeiten, wie das Auswechseln von Leuchtmitteln, das Reinigen der Überkopfverglasungen von außen und innen oder das Säubern von Dachrinnen ist wegen der Höhe von über 5 m ein Rollgerüst notwendig. Ein solches Gerüst besitzt die Gemeinde Wannweil derzeit nicht. In den vergangenen Jahren mussten mehrfach für kleinere Tätigkeiten an und in den gemeindeeigenen Gebäuden ein entsprechendes Gerüst angemietet werden.
Für die Sicherheit unserer Hausmeister und Bauhofmitarbeiter wäre bei kleineren Reparaturarbeiten und Fensterreinigungsarbeiten wesentlich besser gesorgt durch die Beschaffung eines eigenen Gerüstes. Es wurden bei drei Firmen Rollgerüste mit einer Arbeitshöhe von ca. 7,30 m und einer Grundfläche von 0,75 x 1,80 m angefragt.
Fa. Eberle-Hald, Metzingen (Hersteller: Fa. Layher) 2.005,15 €
Fa. Heinrich & Schleyer, Kitzingen (Hersteller: Fa. Zarges) 2.202,45 €
Fa. Niklaus, Gomaringen (Hersteller: Fa. Lahyer) 2.158,09 €
Das Gremium schließt sich der Auffassung der Verwaltung an, dass mit der Anschaffung eines Rollgerüstes der Bauhof effizienter eingesetzt werden kann, und fasst ohne Diskussion einstimmig folgenden Beschluss:
Der Beschaffung eines Rollgerüstes bei der günstigsten Bieterin, der Firma Eberle-Hald in Metzingen zu einem Kaufpreis von 2.005,15 Euro wird zugestimmt.
TOP 4 - Anschaffung neuer Spielgeräte für den evangelischen Kindergarten
Die Vorsitzende erinnert daran, dass der Kämmerer zur Erstellung des Haushaltentwurfes jährlich alle Betroffenen dazu auffordert, die Kosten anzumelden. Diese Tätigkeiten geschehen jeweils im Herbst bei der Vorbereitung des Haushaltsplanes. Seitens der evangelischen Kirche wurde dies hinsichtlich der zu diesem Zeitpunkt schon geplanten Erneuerung des Wasserspielgeräts für den Kindergarten JONA versäumt. Die evangelische Kirchengemeinde bittet aber darum, dennoch im Haushalt die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Davon ausgehend, dass die Kosten -wären sie angemeldet gewesen- sicher im Haushalt aufgenommen worden wären, schlägt die Vorsitzende vor, die Kosten im Rahmen des Nachtragshaushalts 2007 aufzunehmen und zu finanzieren.
Insgesamt begrüßt die Verwaltung den Ersatz des Wasser-Matsch-Spielgerätes im Kindergarten JONA, das ursprünglich im Rahmen einer Elterninitiative vor 13 Jahren installiert wurde. Zwischenzeitlich ist das Spielgerät im Außenbereich stark angegriffen und wurde im Rahmen einer erneuten Elterninitiative ausgetauscht.
Sodann fasst der Gemeinderat einstimmig folgenden Beschluss:
Der Finanzierung des Wasserspielgerätes entsprechend der GR-Drucks. 2007-56 in Höhe von ca. 4.357,51 € wird zugestimmt und ist über den Nachtragshaushalt abzudecken.
TOP 5 - Bekanntgaben
Ausstellungseröffnung
Die Vorsitzende lädt zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 27.4.2007 ein.
TOP 6 - Verschiedenes, Wünsche und Anfragen
Gewerbeschau
Die Vorsitzende spricht ihren Dank an die Initiatoren und Aussteller der 1. Wannweiler Gewerbeschau -insbesondere an Herrn Steinmaier- für die gelungene Veranstaltung aus.
Nachdem keine Wortmeldungen vorliegen, schließt die Vorsitzende die öffentliche Gemeinderatssitzung um 20.15 Uhr.
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