Sitzung des Gemeinderats vom 8. Februar 2007
TOP 1 Erweiterung der Bestattungsmöglichkeiten auf dem Friedhof Wannweil
- Vergabe -
Die Vorsitzende begrüßt zu diesem Tagesorndungspunkt Herrn Ingenieur Schmitt vom Büro Baumeister.
Sie erinnert zunächst an das gemeinsame Ziel, mit dem anstehenden II. Bauabschnitt eine ausreichende Kapazität bis zur Wiederbelegung der bereits vorhandenen Grabkammern zu schaffen. Das Gremium habe sich im Vorfeld viele Gedanken dazu gemacht und dann im Rahmen des Gemeinderatsseminars zusammen mit Herrn Schmitt eine neue Variante erarbeitet. Eine große Mehrheit des Gemeinderats habe sich dafür ausgesprochen, nur diese Variante auszuschreiben. Nachdem das Ergebnis der Ausschreibung nun vorliegt soll heute die Vergabe der Arbeiten erfolgen. Sie bittet Herrn Schmitt, zunächst die Maßnahme nocheinmal kurz zu erläutern.
Herr Schmitt stellt die gesamte Maßnahme anhand einer Präsentation vor und erläutert diese im Detail. Zunächst hebt Herr Schmitt hervor, dass die Grundstruktur des Friedhofes erhalten bleiben soll. Die Mittelachse zwischen den beiden Grabfeldern wird deshalb als Hauptweg bestehen bleiben. Um beim Einbau der Grabkammern über der bestehenden Sarglage bleiben zu können, muss das Geländeniveau angehoben werden. Die erste Grabreihe oberhalb der Aussegnungshalle wird daher mit einfach-tiefen Grabkammern ausgeführt. Daran schließt sich ein Absatz an; alle weiteren Grabkammern werden bereits aus dem Wegniveau des oberen Weges in doppelt-tiefer Ausführung ausgeführt.
Von der Aussegnungshalle betrachtet, im hinteren rechten Grabfeld ist die Schaffung von vier weiteren Urnenstelen geplant; für zwei weitere Stelen werden bereits die Fundamente mit vorgesehen.
Herr Schmitt erläutert daraufhin noch folgende Punkte im Detail:
· Pflasterung und Befestigung mit Aluminiumprofile entlang der Wege
· Gestaltung des Urnen-Stelen-Bereiches
· Schnitte der Grabfelder
· Gestaltungsmöglichkeiten des Daches der Aussegnungshalle
· Gestaltungsmöglichkeiten der Grabeinfassung
· Ein- und Aufbau einer Grabkammer
· Eigenschaften des Grabkammernsystems.
Abschließend betont Herr Schmitt, dass die Ausschreibung so detailliert gestaltet wurde, damit die Gemeinde auch für die Zukunft viele Gestaltungsmöglichkeiten offen habe.
Die Vorsitzende bedankt sich für diese Ausführungen und verweist darauf, dass mit dieser Maßnahme ausreichende Kapazität für die Zukunft geschaffen werde. Langfristiges Ziel sei es, mit den doppelt-tiefen Grabkammern wieder die Möglichkeit für „Familiengräber“ zu schaffen, in denen über mehrere Generationen hinweg die Möglichkeit zur Nachbestattungen offen bleiben soll. Auch lassen die Grabkammer die Bestattung weiterer Urnen zu.
Auf die Frage von GR Wolfer, was mit den Gebeinen geschehen werde, wenn die Grabkammern eines Tages geräumt werden, betont die Vorsitzende, dass diese selbstverständlich wieder auf dem Friedhof in würdevollem Rahmen bestattet würden.
Daraufhin erklärt die Vorsitzende, dass sie dem Gremium noch eine kleine Veränderung der Planung vorschlagen möchte. Ihr sei aufgefallen, dass für große Beerdigungen relativ wenig Stehfläche an den Grabfeldern zur Verfügung stehe. Sie habe deshalb mit Herrn Schmitt besprochen, bei den geplanten Grabfeldern jeweils auf die letzten beiden Kammern ganz rechts ganz links zu verzichten, und in diesen Bereichen einen Weg anzulegen. Damit wäre es möglich, bei Beerdigungen am Grab vorbei zu gehen, ohne umkehren zu müssen.
Dieser Vorschlag findet grundsätzlich die Zustimmung des Gremiums, allerdings vertritt das Gremium mehrheitlich die Auffassung, dass auf möglichst wenig Kammern verzichtet werden sollte.
Herr Schmitt erklärt, dass im Bereich des Grabfeldes R keine Grabkammern wegfallen müssen, da in diesem Bereich bereits ein Grünstreifen eingeplant ist, der ebensogut als Weg ausgeführt werden könne. Im Bereich des Grabfeldes Q hält er den Wegfall der äußersten Reihe für ausreichend.
Nachdem die Vorsitzende die GR-Drucks. 2007-13 ausführlich erläutert hat, erklärt sie, dass die besprochene Reduzierung der Grabkammern für Los 1 nicht relevant ist und nur in Los 2 zu einer Reduzierung der Auftragssumme führen wird. Über beide Lose soll deshalb getrennt abgestimmt werden.
Sodann fasst der Gemeinderat mehrheitlich bei 1 Enthaltung folgenden Beschluss:
Der Vergabe der Erdarbeiten sowie das Versetzen der Grabkammersysteme und der landschaftsgärtnerischen Arbeiten an die günstigste Bieterin, Firma Grafmüller Hoch-/Tief-/Garten- und Landschaftsbau, in Zell am Hammersbach und Freiamt, zum geprüften Angebotspreis von brutto 450.482,91 Euro wird zugestimmt.
Weiter fasst der Gemeinderat einstimmig folgenden Beschluss:
Der Vergabe für das Liefern der Grabkammernsysteme und Urnen-Stelen -reduziert um fünf Grabkammern- (entsprechend der geänderten Planung) an die günstigste Bieterin, Firma Ackermann-Oekotec GmbH, Baden-Baden, auf der Basis des Angebotes vom 5.12.2006 wird zugestimmt.
Auf Vorschlag der Vorsitzenden fasst der Gemeinderat mehrheitlich bei 1 Enthaltung folgenden Beschluss:
Der vorgeschlagenen Umplanung mit Verzicht auf die äußere rechte Grabreihe in Grabfeld Q wird zugestimmt. In diesem Bereich sowie im Bereich der Grünfläche links von Grabfeld R werden Wege angelegt.
GR Dr. Treutler meldet sich zur Pflasterung der Wege zu Wort. Er hält eine schlichte Ausführung -entgegen der vorliegenden Planung- für wünschenswert.
Die Vorsitzende schließt sich dieser Auffassung an. Die Wegeführung ansich solle in den Bereichen wie geplant ausgeführt werden, die Art der Pflasterung soll einheitlich schlicht, mit Ausnahme der drei Punkte am oberen Hauptweg erfolgen.
Dieser Vorstellung schließt sich das Gremium formlos an.
Herr Schmitt verweist darauf, dass bereits im März Baubeginn sein soll. Bei einem Ortstermin im April könne sich das Gremium vor Ort nochmals zur optischen Gestaltung der Wege äußern.
GR Wolfer weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Anwohner sich über die hohen Bäume an der oberen Friedhofgrenze beschwert hätten.
Die Vorsitzende erwidert, dass in diesem Bereich erst nach der Räumung der angrenzenden Grabfelder in einigen Jahren entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können, da die Bäume aufgrund der vorhandenen Gräber nur schwer zugänglich seien.
TOP 2 - Bekanntgaben
Zu diesem Tagesordnungspunkt lag nichts vor.
TOP 3 - Verschiedenes, Wünsche und Anfragen
Zu diesem Tagesordnungspunkt lag ebenfalls nichts vor, sodass die Vorsitzende die öffentliche Sitzung des Gemeinderats um 21.05 Uhr schließen konnte.
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