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Sitzung des Gemeinderats vom 2. Dezember 2004

TOP 1

a) Vorstellung Forstwirtschaftsplan 2005

b) Vorstellung der neuen Mitarbeiter durch die Umstrukturierung der Forstverwaltung

Die Vorsitzende begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt ganz herzlich die Herren Dr. Höcker Herrn Gammertinger und Herrn Förster Schneider, sowie den künftigen Revierförster, Herrn Spohn. Sie legt dar, dass der Gemeindewald Wannweil im Rahmen der Verwaltungsreform ab 1.1.2005 dem Landkreis Reutlingen zugeordnet wird und hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem künftigen Revierförster Herr Spohn.

a) Vorstellung Forstwirtschaftsplan 2005

Herr Dr. Höcker verweist auf die GR-Drucks. 2004-171 und erinnert daran, dass das Forsteinrichtungswerk 2004 - 2013 im Januar d.J. vom Gemeinderat beschlossen wurde. Damit sei für das Forstamt die Richtung vorgegeben. Als ganz besonders wichtig bezeichnet er die Nachhaltigkeit der Forstwirtschaft. Ein wichtiger Bereich der Nachhaltigkeit ist in der Forstwirtschaft der Bereich der Waldpflege, dies ist der sogenannte investive Bereich der Gemeinde. Besonders wichtig für Waldpflege ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Förstern und Jägern. Hier kritisiert er die Zusammenarbeit zwischen Kusterdingen und Wannweil, die durchaus besser sein könnte. Bezüglich der Holznutzung weist Herr Höcker darauf hin, dass dies die einzige Einnahmequelle im Forstbereich ist. Allerdings lassen sich die Gesamtkosten häufig nur teilweise ausgleichen.

Er unterstreicht, dass verschiedene Interessengruppen wie der Förster, NABU, die Jagdpächter die Nutzung des Waldes unterschiedlich beurteilen. Entsprechend dem Gemeinderatsbeschluss ist der Wald in bestimmte Flächen der Bewirtschaftung aufgeteilt. Als Entscheidungsbasis für den Forst dient auf jeden Fall das Landeswaldgesetz.

Insgesamt betont Herr Höcker, dass er sich über das große Interesse von Seiten des Gemeinderats am Gemeindewald sehr freue.

Herr Schneider berichtet nun seinerseits, dass das Jahr 2004 von einem hohen Schadholzanteil geprägt war. Durch die niedrigen Preise für Käferholz konnten die erwarteten Erträge nicht erreicht werden, dagegen fielen in der Holzhauerei durch den verstreuten Anfall höhere Kosten an, ebenso durch nicht eingeplante Neupflanzungen.

Herr Schneider erklärt, dass im Jahr 2005 deutlich mehr für die Bestandspflege getan werden müsse. Der Einrichtungshiebsatz im Jahr 2004 von 430 fm liegt etwas höher als der für das Jahr 2005 geplante Hiebsatz mit 400 fm.

Die Vorsitzende betont, dass die Nachhaltigkeit schon immer gewollt war. Durch Stürme und andere Schäden mussten die Schwerpunkte aber teilweise verschoben werden.

Herr Dr. Höcker erklärt, dass dies kein Problem darstelle, solange der Ausgleich über den 10-Jahresplan hinweg getätigt werden könne.

GR Frau Franz-Nadelstumpf fragt nach, ob ein zweiter Grillplatz geplant ist, worauf Herr Dr. Höcker erklärt, dass seitens des Forstes ein Grillplatz am Waldrand wünschenswert wäre.

Dem widerspricht die Vorsitzende und erklärt, dass die Interessen diesbezüglich auseinander gehen und die Verwaltung – insbesondere aufgrund der Schallentwicklung – keinen weiteren Stellplatz am Waldrand zulassen wolle. In den beengten räumlichen Verhältnissen der Gemeinde Wannweil würde ein Grillplatz am Waldrand zwangsläufig zu einer Interessenkollision mit Anwohnern führen.

GR Herrmann sieht das Problem nicht in der normalen Nutzung des Grillplatzes, sondern in der Vermüllung durch Einzelne. Er vertritt die Auffassung, dass hier nur durch Kontrollen eine Besserung erreicht werden kann.

GR Wolfer bittet den Forst darum, bezüglich der Fahrerlaubnis zum Grillplatz mit mehr Fingerspitzengefühl zu entscheiden.

Insgesamt hält Herr Höcker hier jedoch eine äußerst enge Handhabung für notwendig; lediglich in begründeten Ausnahmefällen solle eine Zulassung eines einzelnen Fahrzeugs genehmigt werden.

Die Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Höcker und Herrn Schneider für die Ausführungen zur Waldbilanz 2005.

Sodann fasst der Gemeinderat einstimmig folgenden

B e s c h l u s s :

Dem Forstwirtschaftsplan 2005 (GR-Drucks. 2004-171 -Anl.z.Pr.-) wird zugestimmt.


b) Vorstellung der neuen Mitarbeiter durch die Umstrukturierung der Forstverwaltung

Der Forstamtsleiter beim Landratsamt, Herr Gammerdinger, berichtet, dass durch das Verwaltungsreformgesetz zum 1.1. Sonderbehörden in die allgemeine Verwaltung eingegliedert werden, somit auch der Forst in das Landratsamt. Als neuer Revierleiter ist Herr Spohn für den Gemeindewald Wannweil zuständig.

Ziel der Herstellung der Einräumigkeit ist, 2 bis 3 % der Verwaltungskosten einzusparen. Zum Landkreis gehören künftig fünf Forstämter (Zwiefalten, Bad Urach, Lichtenstein, Münsingen und Reutlingen).

Das für Wannweil zuständige Amt 32 im Dezernat 3 untersteht dem 1. Landesbeamten, Herrn Stede. Der Hauptteil der Forstverwaltung wird in Münsingen sein; Reutlingen wird eine Außenstelle erhalten. Die für Wannweil zuständige Bereichsstelle ist in dieser Außenstelle in Reutlingen. Leiter dieser Außenstelle wird Herr Kemmler aus Lichtenstein werden. Herr Gammerdinger betont, dass der künftige Revierleiter Herr Spohn ein versierter Fachmann ist.

Herr Spohn bedankt sich für die Einladung noch vor Übernahme des neuen Reviers. Er berichtet, dass er sich um das Revier von Wannweil beworben habe, da es größenmäßig gut zu seinem bisherigen Gönninger Revier passe. Außerdem gehören Teile des Reutlinger Stadtwaldes noch zu seinem Revier. Er erklärt, das große Interesse des Gemeinderats sei für ihn eine Herausforderung, ebenso wie der nicht anspruchslose Wald, der aber vorbildlich geführt sei.

Die Vorsitzende berichtet, dass bereits vereinbart sei, im Frühjahr einen Informationstermin mit Herrn Spohn und dem Bereichsleiter sowie den Jagdpächtern, Eigentümern, dem NABU und sonstige Interessierten abzuhalten.

Abschließend bedankt sich die Vorsitzende ganz besonders herzlich bei Herrn Schneider und Herrn Dr. Höcker für deren Arbeit und unterstreicht, dass die Reform auch als Chance gesehen werden sollte.


TOP 2 - Einbringung Haushalt 2005
- Verabschiedung des Haushaltsplanes-

Der Gemeinderat liegt der Entwurf des Haushaltsplanes für das Haushaltsjahr 2005, Stand 2.12.2004 vor.

Die Vorsitzende berichtet, dass sich der Gemeinderat bereits im Rahmen eines Seminars ausführlich mit dem Haushalt 2005 befasst habe und sie sich deshalb bei der heutigen Einbringung äußerst kurz fassen möchte. Trotzdem betont sie, dass sich die schwierige Situation beim Bund und Land unmittelbar auf den Gemeindehaushalt auswirke. Von den Rahmenbedingungen her „stehe das Wasser bis zum Hals“. Sie verweist aber auch auf die Positionen, wo Einfluss genommen werden kann. Hier wurden in der Vergangenheit die richtigen Weichen gestellt. Sie erklärt, dass der Haushalt ausgeglichen ist und die Zuführung etwas höher ausfalle als noch beim Seminar erwartet. Damit seien die Mindestanforderungen erfüllt. Als Ziel gibt sie vor, ohne Neuverschuldung auszukommen. Sie richtet an alle Gemeinderäte -insbesondere an die neu hinzugekommenen- die Bitte, bei Fragen sie selbst oder den Kämmerer anzurufen und die Fragen abzuklären.

Zum Zeitplan sieht sie folgende Verfahrensweise vor:

Bis zum 12. Januar 2005 können die Fraktionen Haushaltsanträge einreichen,

am 20. Januar 2005 wird über die eingereichten Haushaltsanträge beraten und

am 17. Februar 2005 findet die Verabschiedung des Haushaltes statt.

Der Gemeinderat nimmt zustimmend K e n n t n i s .


TOP 3 -Bekanntgaben

1. Startschuss für den Virtuellen Dorfladen/Einkaufsplattform für das Gewerbe

Die Vorsitzende lädt hier alle Interessierten zur Veranstaltung am kommenden Samstag ein.


2. Verkehrsschau

Dem Gemeinderat liegt die Einladung zur Verkehrsschau am 16.12.2004 um 9.00 Uhr vor.


TOP 4 - Verschiedenes, Wünsche und Anfragen

Hierzu lagen keine Wortmeldungen vor.


Abschließend richtet die Vorsitzende ihren Dank an das Gremium und die Presse für die gute Zusammenarbeit und wünscht Allen eine besinnliche Adventszeit und alles Gute -vor allen Dingen Gesundheit- für das Jahr 2005.


Nachdem keine Wortmeldungen mehr vorlagen, konnte die Vorsitzende die öffentliche Gemeinderatssitzung um 19.35 Uhr schließen.

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