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Sitzung des Gemeinderats vom 23. Oktober 2003


TOP 1 – Offene Jugendarbeit; hier: Situationsbericht der Mitarbeiter des Jugendhauses

Die Vorsitzende begrüßt alle Anwesenden, ganz besonders herzlich aber die Mitarbeiter des Jugendhauses, Frau Ziegler, Herr Carozzi und Herr Glück.

Um dem Gemeinderat einen Einblick in die Arbeit des Jugendhauses zu geben, bittet sie um kurze Berichte über die jeweiligen spezifischen Betreuungsangebote.

Herr Carozzi verliest hier seinen Bericht, der dem Gemeinderat als GR-Drucks. 2003-180 vorliegt. Er weist darauf hin, dass er seine Aufgabe vor allem darin sieht, die wachsenden Fähigkeiten und die wachsenden Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu selbständigem und verantwortlichem Handeln zu fördern und ebenso die jeweiligen sozialen und kulturellen Bedürfnisse und Eigenarten der jungen Menschen zu berücksichtigen.

Die Öffnungszeiten des Jugendhauses sind zur Zeit Dienstag bis Donnerstag von 16 – 21 Uhr, Freitags 14tägig in Selbstverwaltung von 16 – 21 Uhr. Das Mädchencafé ist jeweils Donnerstags von 16 – 19 Uhr geöffnet.

Herr Carozzi berichtet, dass zur Zeit ca. 25 – 30 Jugendliche im Alter von 12 – 19 Jahren regelmäßig besuchen. Darüber hinaus gibt es viele „sporadische Besucher“, die nur einzelne Angebot oder ab und zu im Jugendhaus vorbeischauen. Besonders verweist Herr Carozzi auf das Kunstprojekt „Fotoausstellung“, das ihm selbst und den Jugendlichen sehr viel Spaß gemacht habe und als echte Herausforderung angesehen wurde.

Die Arbeit insgesamt lebensorientiert-ganzheitlich gesehen umfasst das Tätigkeitsfeld im Jugendhaus neben Einzelfallhilfe, Elternarbeit, Bewebungstraining, Berufsfindung und Berufsbegleitung auch Beziehungsberatung, Elterngespräche sowie die Förderung der schulischen Kontinuität. Darüber hinaus gibt es im Jugendhaus zusätzliche Angebote, z.B. über medienpädagogik der Kulturwerkstatt Reutlingen, insbesondere im Projekt von @tv und insbedondere über das Projekt von Herrn Glück sozialpädagogische Gruppenarbeit in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und dem Verein „Hilfe zur Selbsthilfe“. Insgesamt bewertet Herr Carozzi die Tätigkeit im Jugendhaus als positiv. Das Klima hat sich gut entwickelt und weitgehend stabilisiert. Dies ist auch daran zu erkennen, dass nach Aussage der Jugendgerichtshilfe im laufenden Jahr keine Jugendlichen aus Wannweil auffällig waren. Dies gilt auch für das Jugendamt. Ebenfalls ist in der Gemeinde zu erkennen, dass die Sachbeschädigungen deutlich zurückgegangen sind.

Nun berichtet Frau Ziegler über ihre Tätigkeit mit Schwerpunkt „Mädchenarbeit/Mädchencafé“. Sie betreut zur Zeit bis zu 18 Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren; darunter ungefähr die Hälfte ausländische Mädchen. Zu den Aktivitäten der Mädchen gehören u.a.:

Fotoausstellung im Rathaus, ein Tonkurs sowie ein Kurs zur Specksteinbearbeitung, Kinobesuch, Konzerte, Videos mit anschließendem Gespräch.

Eine zeitgemäße Lebenshilfe zur Berufsorientierung, gemeinsame Besuche von Informationsveranstaltungen zum „Freiwilligen Sozialen Jahr“ oder zum „Freiwilligen Ökologischen Jahr“, Hilfe bei Bewerbungen, Einzelfallhilfe sowie der Vermittlung zwischen den Mädchen und der Schule sowie auch Elterngespräche sind für Frau Ziegler weitere Schwerpunkte der Mädchenarbeit.

Herr Glück erinnert daran, dass im Mai d. J. eigentlich die Projektarbeit geendet hat. Allerdings hat sich das Jugendamt entschieden, das Projekt insofern fortzuführen als die Tätigkeit im Rahmen eines sozialen Gruppenprojektes mit acht Jugendlichen bis Ende dieses Jahres fortgesetzt wurde. Themenschwerpunkte der Arbeit hier sind Konfliktverhalten, Drogenmissbrauch, Lebensgestaltung sowie Berufsvorstellungen.

Die Vorsitzende bedankt sich für die Ausführungen und die erfolgreiche Arbeit im Jugendhaus.

Auch Herr GR Rickmeyer hebt die gute Arbeit im Jugendhaus hervor. Er betont dass insgesamt in der Gemeinde eine deutliche Entspannung spürbar ist.

GR Mann beurteilt die Entwicklung in Anbetracht der Ausgangslage als positiv und spricht sich dafür aus, weiter in dieser Richtung zu arbeiten. Er bittet um Auskunft, ob es wegen der drei Mitarbeiter mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten zu Problemen oder Konkurrenzdenken bei den Jugendlichen komme.

Hierzu erklärt Herr Carozzi, dass es gelegentlich zu Konkurrenzdenken zwischen den verschiedenen Gruppen komme, wenn sich ein Mitarbeiter zeitweilig um die eine oder andere Gruppe kümmere. Wirkliche Probleme gebe es aber nicht.

Auch GR Wolfer bewertet die Jugendarbeit sehr positiv. Er bittet aber darum, dass die Jugendhaus-Mitarbeiter aktiver an die Vereine herantreten, um gemeinsame Projekte zu entwickeln. Herr Wolfer berichtet auch von den positiven Projekten des Albvereins bzgl. der Half-Pipe-Restauration und dem Maultaschenessen.

Abschließend bedankt sich die Vorsitzende nochmals bei Herrn Carozzi, Frau Ziegler und Herrn Glück.


TOP 2 - Bebauungsplan „Gustav-Werner-Straße“

hier: Abwägung der eingegangenen Bedenken und Anregungen sowie Satzungsbeschluss

Dem Gemeinderat liegt der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Gustav-Werner-Straße, 1. Änderung“ als GR-Drucks. 2003-172 vor. Die Vorsitzende weis noch einmal darauf hin, dass die Bebauungsplanänderung notwendig wurde da das Flurstück Nr. 3689 -entgegen der ursprünglich vorgesehenen Bebauung- nun mit 2 Einfamilienhäusern bebaut werden soll. Sie weist darauf hin, dass das Grundstück zwischenzeitlich veräußert wurde.

Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 10.04.2003 die Änderungsplanung zum Bebauungsplan „Gustav-Werner-Straße“ beschlossen. Die ortsübliche Bekanntmachung gem. § 2 Abs. 1 BauGB erfolgte im Gemeindeboten vom 27.05.2003. Die vorgezogene Bürgeränhörung erfolgte am 17.06.2003 um 17.00 Uhr im Rathaus Wannweil. Die erste öffentliche Auslegung erfolgte am 03.06. bis 09.07.2003. Die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange erfolgte vom 20.06.2003 bis zum 23.07.2003. Am 24.07.2003 behandelte der Gemeinderat die eingegangenen Bedenken und Anregungen aus der öffentlichen Auslegung, der Bürgeranhörung sowie der Anhörung der Träger öffentlicher Belange. Die erneute öffentliche Auslegung des Bebauungsplans erfolgte in der Zeit vom 18.08. bis 19.09.2003. Innerhalb dieser Zeit gingen keine weiteren Bedenken und Anregungen ein, weshalb der Bebauungsplan als Satzung beschlossen werden kann.

Nach kurzer Diskussion fasst der Gemeinderat einstimmig folgenden B e s c h l u s s :

Der Bebauungsplan „Gustav-Werner-Straße, 1. Änderung“ wird als Satzung beschlossen.

Die Verwaltung wird beauftragt, die Rechtskraft des Bebauungsplanes herbeizuführen.


TOP 3 - Ausweisung der Einfahrtstraße in Teilbereichen als Einbahnstraße

Die Vorsitzende erklärt dem Gemeinderat, dass gegen die teilweise Ausweisung der Einfahrtstraße als Einbahnstraße ein Einspruch von Herrn Ziegelmeier aus dem Jahr 1998 vorliege Seinerzeit wurde über den Einspruch nicht beraten, da eine Realisierung nicht anstand.

Nachdem nun aber die Einfahrtstraße in Teilbereichen als Einbahnstraße ausgewiesen werden soll, muss über den Einspruch beraten werden, zumal Herr Ziegelmeier mit Schreiben vom 14.10.2003 noch einmal seine Einwendungen hervorbringt.

Zur Situation der Getränkeanlieferung erläutert die Vorsitzende, dass derzeit der Getränkelastwagen von der Degerschlachter Straße über die Marienstraße zur Getränkehandlung fährt und über die Einfahrtstraße wieder in Richtung Hauptstraße ausfährt. Tatsächlich wäre dies auch künftig eine mögliche Strecke, nur in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Sowohl die Ausfahrt in die Marienstraße als auch von der Degerschlachter Straße in die Hauptstraße wäre durch den größeren Kurvenradius für die Getränkelastwagen unproblematischer als bisher. Das von Herrn Ziegelmeier angesprochene Parkierungsproblem bei Großveranstaltungen weist die Vorsitzende zurück, da Großveranstaltungen mit Ausnahmen des Oster- und des Weihnachtsmarktes in den Abendstunden stattfinden. Insgesamt kann die Vorsitzende die Bedenken von Herrn Ziegelmeier jedoch nachvollziehen und schlägt daher vor, das Parkierungsproblem in der Marienstraße gemeinsam mit dem Landratsamt zu klären.

Herr Gonska betont, dass mit der geplanten teilweisen Einbahnstraße -speziell im Hinblick auf das Pflegeheim- eine sichere Verbindung zur Hauptstraße für die Fußgänger geschaffen werden soll. Er verdeutlicht dies dem Gemeinderat anhand von einem Plan und spricht sich dafür aus, die beschlossene Lösung beizubehalten.

GR Leibssle äußert seine Bedenken hinsichtlich der Mehrbelastung der Anwohner der Marienstraße. Ebenso sieht er Probleme für größere Fahrzeuge im Bereich der Einfahrtstraße/Marienstraße und der Marienstraße/Degerschlachter Straße.

Sowohl GR Mann als auch GR Herrmann vertreten die Auffassung, dass das Interesse von Herrn Ziegelmeier allerdings nachvollziehbar, aber hinter dem Interesse der Allgemeinheit zurückstehen muss.

Sodann fasst der Gemeinderat mehrheitlich bei 1 Gegenstimme und 1 Enthaltung folgenden

B e s c h l u s s :

Die Einwendungen von Herrn Ziegelmeier werden vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen.

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Landratsamt zu klären, inwieweit es möglich ist, bei Großveranstaltungen im Gemeindehaus besondere Parkierungshinweise für die Marienstraße zu schaffen, um einen geordneten Abfluss des Verkehrs zu gewährleisten.

Die Vorteile der Einbahnstraßenlösung (mehr Verkehrssicherheit in der Hauptstraße, besserer Gehweg in der Einfahrtstraße, Verkehrsberuhigung im Bereich Rathausplatz/Eingangsbereich Pflegeheim) sind für die Gemeinderäte von so großer Bedeutung, dass an der bestehenden Planung festgehalten werden soll.



TOP 4 - 1. Nachtragssatzung und Nachtragshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2003

Die Vorsitzende berichtet dem Gemeinderat, dass der Nachtrag gar nicht so schlecht aussähe. Sie führt dies darauf zurück, dass die Mitarbeiter die finanzielle Situation durchaus sehr ernst nehmen. So wurde kurzfristig im Bereich der Kindergärten wegen zurückgehender Kinderzahlen eine halbe Gruppe reduziert und eine Stelle nicht besetzt, ohne dass dadurch aber eine Verschlechterung für die Kinder eingetreten wäre.

Auch im Hause selbst wurde eine Stelle nicht wieder besetzt. Trotz der häufigen Krankheiten des Ortsbauamtes wurde auch hierfür keine Krankheitsvertretung eingestellt.

Auf der Einnahmenseite stechen insbesondere die Bauplatzverkäufe ins Auge. Nach einigen Jahren mit geringer Nachfrage konnten im ablaufenden Jahr deutlich mehr Grundstücke veräußert werden, als dies zu Jahresbeginn zu erwarten war.

Gde.Oberamtsrat Bock verweist auf die GR-Drucks. 2003-165 und erläutert einige Details. Auch er betont, dass die Bauplatzverkäufe zum richtigen Zeitpunkt getätigt werden konnten; so dass eine geplante Kreditaufnahme komplett vermieden wurde. Er erläutert, dass das Gesamtvolumen des diesjährigen Nachtragshaushaltsplans sich durch die 1. Nachtragssatzung von 8.366.700 € um 318.900 € auf 8.685.600 € erhöht. Der Verwaltungshaushalt erhöht sich von 6.837.400 € um 104.700 € auf 6.942.100 €. Der Vermögenshaushalt erhöht sich von 1.529.300 € um 214.200 € auf 1.743.500 €. Entsprechend den Ergebnissen der Mai-Steuerschätzung sind im Rahmen des Finanzausgleiches weitere Wenigereinnahmen zu verzeichnen. Darüber hinaus hat sich die Schlüsselzahl zur Berechnung unseres Einkommenssteueranteils leicht vermindert. Dieser verringert sich hierdurch um 18.200 €. Bei den Schlüsselzuweisungen wurde der Kopfbetrag gegenüber den Vorgaben des Haushaltserlasses noch einmal nach unten korrigiert, was zu weiteren Einnahmeausfällen von 11.000 € führt. Die Investitionspauschale je Einwohner wurde deutlich gesenkt und führt zu Einbusen von rund 10.900 €. Glücklicherweise können diese Wenigereinnahmen durch deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen ausgeglichen werden. Nach Abzug der Gewerbesteuerumlage verbleibt im laufenden Jahr ein Plus von 70.400 €. Weitere Mehreinnahmen ergeben sich bei den Konzessionsabgaben (14.500 €) und durch eine Ausschüttung eines Betriebsmittelüberschusses der Gemeindeunfallversicherung in Höhe von 10.400 €. Die Ausgabeseite des Verwaltungshaushaltes ist belastet durch eine Erhöhung des Kreisumlagehebesatzes. Die Kreisumlage erhöht sich hierdurch um 49.700 €. Für eine Reparatur beim Feuerwehrfahrzeug TLF 16 sowie für Reparaturarbeiten bei anderen Fahrzeugen im Rahmen der TÜV-Vorführung müssen bei den Unterhaltungskosten der Feuerwehrfahrzeuge 12.000 € nachfinanziert werden. Mehrere Reparaturen im Schwimmbad führen zu Mehrausgaben in Höhe von 8.400 €. Für die Beseitigung von Hochwasserschäden im Bereich der oberen Kusterdinger Straße müssen weitere 9.000 € nachfinanziert werden. Die vorsorglich eingestellten Mittel von 20.000 € für die Instandsetzung des Radweges ‚In der Au’ werden nicht benötigt, da die Arbeiten von der Deutschen Bahn durchgeführt werden. Da im Laufe des Jahres keine Kreditaufnahmen erforderlich wurden, vermindern sich die Zinsausgaben hierfür um 16.800 €. Insgesamt gesehen neutralisieren sich die dargestellten Veränderungen auf der Einnahme- und Ausgabeseite. Die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt erhöht sich nur geringfügig um 4.300 € auf nach wie vor magere 135.400 €. Durch den vorgezogenen Ausbau der Einfahrtstraße und des Ochsengäßle müssen für den Straßenausbau zusätzlich 310.000 € und für die Straßenbeleuchtung 20.000 € nachfinanziert werden. Durch die vorgenommene Kreditreduzierung und ein günstiges Ausschreibungsergebnis können bei der Sanierung des Sportplatzes erfreulicherweise 140.000 € eingespart werden. Der im Zusammenhang mit dieser Arbeit begonnene Umbau des Firstbaches schlägt mit ca. 50.000 € zu Buche, wobei wir hier mit einem Zuschuss von 20.000 € rechnen können. Überaus erfreulich verlief der Verkauf der gemeindeeigenen Bauplätze. Insgesamt konnten 6 Bauplätze im laufenden Jahr veräußert werden. Der Planansatz für Grundstücke erhöht sich hierdurch um 880.000 € auf insgesamt 1,12 Mio €. Durch diese deutlichen Mehreinnahmen wird die im laufenden Jahr geplante Kreditaufnahme von 327.900 € nicht erforderlich. Im Gegensatz können sogar vorübergehend der allgemeinen Rücklage Mittel in Höhe von 158.400 € zugeführt werden.

GR Wolfer äußert sich zufrieden mit dem Nachtrag. Er befürchtet allerdings, dass die Bauplatzverkäufe in den nächsten Jahren wiederzurückgehen werden, wenn die Eigenheimzulage gestrichen wird. Er erklärt, dass die Freie Wählervereinigung dem Nachtrag zustimmen wird.

GR Herrmann sieht durch die Bauplatzverkäufe eine erfreuliche Entwicklung im laufenden Jahr. Die Situation sei nun so, wie sie sich die CDU-Fraktion vorgestellt habe. Trotzdem verweist er auf den Stand der Kreisumlage von „sagenhaften“ 1,2 Mio. Euro mit dem Zweck, die Sozialhilfekosten zu bezahlen. Diese Probleme müssten auf Bundesebene „an der Wurzel angepackt werden“.

GR Mann schließt sich seinem Vorredner in Bezug auf den Nachtrag an. Auch er betrachtet diesen mit einer gewissen Befriedigung, aber ohne Illusionen für die Zukunft. Die Weiterentwicklung bei der Schlüsselzuweisung oder auch den Bauplatzverkäufen sei ungewiss. Des weiteren gibt er Gemeinderat Herrmann Recht, dass auf Bundesebene viel zu tun sei. Er vertritt aber die Auffassung, dass das von der Bundesregierung beschlossene Paket nun im Bundesrat nicht blockiert werden sollte.

Nach diesen Meinungsäußerungen fasst der Gemeinderat einstimmig folgenden B e s c h l u s s :

Der 1. Nachtragssatzung und dem Nachtragshaushaltsplan für das Haushaltsjahr 2003 mit Anlagen wird in der Fassung der GR-Drucks. 2003-165 zugestimmt.



TOP 5 - Verkehrszählung Gustav-Werner-Straße, Jettenburger Straße
- Information zur Verkehrszählung und Situationsbericht -

Die Vorsitzende berichtet, dass die Anwohner der Gustav-Werner-Straße und der Jettenburger Straße eine Verkehrszählung durchgeführt haben. Das Ergebnis liegt dem Gemeinderat als GR-Drucks. 2003-173 vor.


Mit den Anwohnern wurde vereinbart, dass künftig gemeinsam mit der Verwaltung mit einheitlichen Zählbögen gezählt werden soll, damit auch die Kusterdinger Straße und die Hauptstraße mit einbezogen werden kann und so ein objektives Gesamtergebnis erzielt wird.

Der Gemeinderat nimmt K e n n t n i s .


TOP 6 - Baumaßnahme „Einfahrtstraße/Ochsengäßle/Brühlstraße/
hier: Vergabe SiGeKo

Die Vorsitzende verweist auf die GR-Drucks. 2003-171 und betont, dass im Zuge des Ausbaues Einfahrtstraße und Ochsengäßle nach Rücksprache mit dem Gewerbeaufsichtsamt die Bestellung als SiGeKo unumgänglich wäre.

GR Herrmann bestätigt diese Notwendigkeit. Allerdings ist er nach wie vor der Auffassung, dass der beauftragte Architekt/Ingenieur diese Aufgabe ohne weitere Kosten zu übernehmen habe. Dies sei reine Verhandlungssache. Grundsätzlich sollte diese Leistung bei einem funktionierenden Ortsbauamt von der Verwaltung selbst übernommen werden.

Die Vorsitzende vertritt die Auffassung, dass bei einer Beauftragung eine Leistung gekauft werde. Dies gehe nicht zum Nulltarif. Selbstverständlich könne man bei den Honorarverhandlungen darauf bestehen, dass die Leistung des SiGeKo inklusive sei. Dann müsse aber davon ausgegangen werden, dass die Architektenleistung nach HOAI insgesamt höher eingestuft werde.

Nach weiterer Diskussion spricht sich der Gemeinderat für die Beauftragung eines externen SiGeKo aus und fasst mehrheitlich bei 3 Enthaltungen folgenden B e s c h l u s s :

Die Leistungen des Sicherheits- und Gesundheits-Koordinators werden auf der Grundlage des Angebotes vom 17.10.2003 an das Ingenieurbüro Gogel, Wannweil, vergeben.



TOP 7 - Bekanntgaben

1. Waldumgang

Die Vorsitzende bittet die Gemeinderäte, die bereits verteilte GR-Drucksache zum Waldumgang mitzubringen.


2. Betriebskosten Kindergarten

Dem Gemeinderat liegt ein Betriebskostenvergleich der Kindergärten vor.


3. Umbaumaßnahmen Firstbach

Dem Gemeinderat liegen die GR-Drucks. 2003-179 und 2003-175 vor. Wie bereits bei dem vorangegangenen Ortstermin besprochen, sind die Mehrkosten größtenteils auf die Wünsche der Gewässerdirektion zurückzuführen. Der Gemeinderat nimmt dies zur Kenntnis.


4. Verkehrsschau

Die angekündigte Verkehrsschau vom Landratsamt, Straßenbauamt, Polizei und Verwaltung findet am 13.11.2003 um 14.00 Uhr. Treffpunkt ist beim Rathaus.

Die Vorsitzende lädt die interessierten Gemeinderäte hierzu ein.



TOP 8 - Verschiedenes, Wünsche und Anfragen

1. Firsthalde

GR Krauß bittet darum, dass der Müll auf der „Firsthalde“ bei der Bank regelmäßig zu entsorgen.


2. Beleuchtung bei der Uhlandhalle

Des weiteren berichtet GR Krauß, dass um die Uhlandhalle die Beleuchtung in einem desolaten Zustand ist.

Die Vorsitzende berichtet, dass zur Zeit tagsüber die Beleuchtung überprüft wird und könne sich vorstellen, dass ganze Stränge nicht funktioniert haben, weil die Beleuchtung wieder falsch geschaltet wurde.


3. Nisthöhlen

GR Krauß fragt nach, ob die zugesagte Anbringung der Nisthöhlen am Gebäude Hauptstraße noch erfolgt.

Dies bejaht die Vorsitzende.


4. Umbau Bahnhofgebäude

Abschließend erkundigt sich GR Krauß nach dem Beginn bzw. Stand der Umbauarbeiten des Bahnhofs.

Die Vorsitzende berichtet, dass sie diesbezüglich den Vorsitzenden der DLRG angeschrieben habe mit der Bitte einen Bauzeitenplan vorzulegen.

GR Leibssle erklärt, dass die DLRG bereits seit 4 Wochen damit beschäftigt sei, die Außenhülle abzuschleifen. Geplant sei, diese Arbeiten noch vor dem Winter zu erledigen, und über die Wintermonate den Innenbereich zu sanieren.


5. Beleuchtung Bahnhof

GR Wolfer erinnert an die zugesagte Leuchte am Bahnhof.


6. Grießstraße/Schillerstraße

GR Wolfer bittet um Überprüfung und gegebenenfalls Korrektur der Beschilderung im Bereich Grießstraße/Schillerstraße.

Die Vorsitzende sagt dies zu.


7. Grüngutannahme Feuerwehrgerätehaus

GR Wolfer macht auf die untragbaren Zustände beim Feuerwehrgerätehaus während der Grüngutannahme aufmerksam.

Die Vorsitzende erklärt, dass ihr das Problem durchaus bewusst ist, sie aber bis jetzt keine besseren Standort gefunden habe. Des Weiteren erläutert sie, dass die Verwaltung vermehrt Anlieferer mit auswärtigem Kennzeichen überprüfen werde. Sie weist noch einmal darauf hin, dass es sich hier ausschließlich um ein Angebot für Wannweiler Bürger handelt.


8. Echaz

GR Leibssle erinnert daran, dass im Bereich unterhalb der Brücke am Cafè noch Steine in der Echaz fehlen.

Die Vorsitzende wird dies mit der Gewässerdirektion besprechen.


Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, konnte die Vorsitzende um 21.30 Uhr die öffentliche Sitzung des Gemeinderats beenden.

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