Sitzung des Gemeinderats vom 7. Dezember 2000
TOP 1 Umgestaltung
Hauptstraße Situationsbericht-
Die Vorsitzende begrüßt
zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Gonska vom Ingenieurbüro
Reicherter-Gonska.
Herr Gonska weist darauf hin,
dass in der Zwischenzeit eine Vielzahl von Gesprächen mit
der Verkehrsbehörde stattgefunden haben. Einigkeit habe
man erzielt in Bezug auf die Reduzierung der Fahrbahnbreite von
6,50 m und den damit verbundenen Gestaltungsmaßnahmen mit
Ausnahme des Kreisels. Bislang habe man leider nicht bewegen
können, den Kreisel mit einem Durchmesser von 23 m zu genehmigen.
Herr Gonska macht deutlich, dass
in der Kreuzung Degerschlachterstraße/Kusterdingerstraße/
Hauptstraße ein Kreisverkehr von der herkömmlichen
Größe mit 28 m Durchmesser aufgrund der örtlichen
Gegebenheiten jedoch nicht gebaut werden könne. Er versucht
jedoch, einen Kreisel mit 25 m unterzubringen und hofft, hier
eine Genehmigung zu erhalten. Des weiterin weist er darauf hin,
dass in anderen Regierungsbezirken Minikreisel mit 23 m Durchmesser
genehmigt wurden und auch funktionieren.
Im weiteren Verlauf verweist
Herr Gonska auf den in der GR-Drucks. vorhandenen Bauablauf.
Die Maßnahme soll mit zwei Kolonnen bewältigt werden
und bei einem geplanten Baubeginn vom 4. April 2001 wird eine
Fertigstellung im April 2002 angestrebt. Dies setzt jedoch voraus,
dass eine Vollsperrung genehmigt wird und der Durchgangsverkehr
nach Degerschlacht, bzw. von Kirchentellinsfurt nach Kusterdingen
umgeleitet wird.
Die Gemeinderäte Kurz und
Mann sorgen sich um die Betriebe, die innerhalb der Baustelle
an der Hauptstraße liegen würden. Sie weisen darauf
hin, dass diese wenigstens fußläufig erreichbar sein
müssen.
Herr Gonska antwortet, dass auch
bei einer Vollsperrung immer noch auf einer Straßenhälfte
mit Ausnahme der Querung für die Hausanschlüsse-
gearbeitet werde und der Gehweg so lange als möglich erhalten
bleiben soll.
Herr Gonska hofft, dass der Bereich
zwischen der Degerschlachterstraße, Kusterdingerstraße
und der Bahnhofstraße in einer Bauzeit von 4-5 Monaten
bewältigt werden kann und so ab Herbst wieder befahrbar
ist.
Der Gemeinderat nimmt vom Situationsbericht
zur Umgestaltung der Hauptstraße zustimmend Kenntnis.
TOP 2 Umgestaltung
Hauptstraße
Hier:Baugrunduntersuchung
Herr Gonska führt aus, dass
die Gemeinde gut beraten wäre, eine Baugrunduntersuchung
im Bereich der Umgestaltungsstrecke der Hauptstraße durchzuführen,
insbesondere da bei früheren Baumaßnahmen in der Kirchentellinsfurterstraße
erhebliche Probleme aufgetreten sind.
Er möchte die Baugrunduntersuchung
der Ausschreibung als Anlage zugrundelegen.
Ohne weitere Diskussions fasst
der Gemeinderat auf Antrag der Vorsitzenden einstimmig folgenden
Beschluss:
Die Baugrunduntersuchung "Umgestaltung
Hauptstraße" wird auf der Grundlage des Angebotes
der Fa. BGU, Marktplatz, Deckenpfronn (GR-Drucks. 2000-166) durchgeführt.
TOP 3 Änderung
des Bebauungsplanes "Im Wiesengrund"
Billigung des Planentwurfs
und Auslegungsbeschluss
Die Vorsitzende erläutert
die GR-Drucks. 2000-173. Sie weist darauf hin, dass der Eigentümer
des Flst. Nr. 784/1 in einer Bauvoranfrage einen Entwurf für
ein Wohngebäude bei der Gemeindeverwaltung eingereicht habe,
der den jetzigen Bebauungsplanvorschriften nicht entspreche.
Der Entwurf präsentiere eine städtebaulich ansprechende
Bebauung mit Pultdach. Um diese Bebauung zu ermöglichen,
soll der Bebauungsplan bezogen auf das Grundstück-
geändert werden, da das Landratsamt einer entsperchenden
Befreiung nicht zugestimmt habe.
Auf die Gemeinde würden
aufgrund einer Sondervereinbarung mit dem Bauherrn keine Kosten
zukommen.
Ohne weitere Diskussion fasst
der Gemeinderat auf Antrag der Vorsitzenden einstimmig folgenden
Beschluss:
- Der Bebauungsplan "Schloßstraße-Im
Wiesengrund" wird geändert.
- Die auf der GR-Drucks. 2000-173
abgedruckte Planung wird gebilligt.
- Die Verwaltung wird beauftragt,
den Bebauungsplan öffentlich auszulegen.
TOP 4 Fahrzeughalle
im Feuerwehrhaus Wannweil Sanierung-
Die Vorsitzende erläutert
die GR-Drucks. 2000-168. Sie führt aus, dass die Fahrzeughalle
des Feuerwehrgerätehauses mit Polystyrol-Hartschaumplatten
verkleidet sind. Dies bedeutet nach Einschätzung von Herrn
Schmitt vom Ingenieurbüro für Energieberatung eine
erhöhte Brandgefahr. Herr Schmitt habe daher vorgeschlagen,
grundsätzlich zur Verbesserung der Wärmedämmung
eine Dämmschicht mit schwer entflammbarem Material anzubringen.
Die Kosten hierfür würden sich auf rund DM 20.000 bis
DM 25.000 belaufen.
Die Bürgermeisterin empfiehlt,
diese Kosten einzusparen und lediglich die schon vorhandenen
Latten mit einem Brandschutzanstrich zu versehen. Versuche, das
vorhandene Material mittels eines Gasbrenners in Brand zu setzen,
hätten gezeigt, dass das Material zwar schmilzt und von
der Decke abtropft, die abtropfenden Teile jedoch nach ca. einem
halben Meter wieder erlöschen.
GR Wolfer weist ein, dass dieses
Versuchsergebnis allerdings nur bei einer deutlich geringeren
Umgebungstemperatur stattgefunden hätte. Wenn das Material
bei großer Hitze brenne, würden die Tropfen wahrscheinlich
nicht erlöschen.
Auch GR Herrmann vertritt die
Auffassung, dass durch die Decke keine allzu große Gefährdung
ausgehe. Anders würde dies z.B. in einem Wohnhaus etc. aussehen.
Sodann fasst der Gemeinderat
auf Antrag der Vorsitzenden einstimmig folgenden Beschluss:
Die vorhandene Decke in der
Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses soll im jetzigen
Zustand belassen werden, lediglich die vorhandenen Latten sollen
mit einem Brandschutzanstrich versehen werden.
TOP 5 Rollstuhlgerechter
Zugang zum Rathauscafé
Die Bürgermeisterin erläutert
die GR-Drucks. 200-167. Sie stellt fest, dass der Zugang zum
Wannweiler Rathauscafé für behinderte Menschen, die
im Rollstuhl sitzen, ohne fremde Hilfe nicht möglich sei.
Dies wurde bereits bei der Planung des Rathauscafés als
Kompromiss von den Baurechtsbehörden so gebilligt. Die Kosten
für die Schaffung eines rollstuhlgerechten Zugangs würden
rd. DM 18.000 betragen, da die Stufenhöhe am Café
13 cm beträgt und eine Rampevon rund 2,20 m gestaltet werden
müsse. Das Hauptproblem liegt allerdings daran, dass die
Tür nicht auf der anderen Seite angeschlagen werden kann,
so dass auch das vorhandene Podest entsprechend vergrößert
werden müsste.
GR Gogel stellt fest, dass das
Rathauscafé doch ein gläsernes Haus sei, so dass
gut beobachtet werden könne, ob jemand Hilfe bräuchte.
GRKeil regt an, doch zu prüfen,
ob nicht mit einer kleinen Schwelle Abhilfe geschaffen werden
könne.
Die Vorsitzende weist darauf
hin, dass auch sie die Situation für recht unbefriedigend
finde, aber im Angesicht der hohen Kosten dennoch vorschlage,
es zunächst bei der derzeitigen Lösung zu belassen.
Sodann fasst der Gemeinderat
auf Antrag der Vorsitzenden bei 3 Stimmenthaltungen mehrheitlich
folgenden Beschluss:
Der Zugang zum Rathauscafé
wird nicht rollstuhlgerecht gemacht.
TOP 6 Reutlinger Nachtbus
hier: Informationen
Die Bürgermeisterin erläutert
die GR-Drucks. 2000-172. Sie erinnert daran, dass der Nachtbus
seit dem 30. Juni 2000 in Betrieb sei. Das Liniennetz des Nachtbusses
erstrecke sich von der Stadt Reutlingen und ihren Teilgemeinden
über Pfullingen, Eningen, Pliezhausen und Walddorfhäslach.
Auch die Gemeinde Wannweil wurde entgegen den ursprünglichen
Planungen integriert.
Nach der vorgelegten Statistik
hätten in der Zeit von Juli bis Oktober 2000 insgesamt durchschnittlich
rund 18 Fahrgäste die Wannweil betreffende Linie 5 pro Nacht
genutzt. Die Bürgermeisterin bezeichnet den Nachtbus als
eine gute Sache und bittet hierfür verstärkt Werbung
zu machen. Sie weist darauf hin, dass im übrigen derzeit
Überlegungen bestehen, den Nachtbus zwischen Reutlingen
und Tübingen zu vernetzen, was sicher zu einer weiteren
besseren Auslastung der jetzigen Linie führen würde.
TOP 7 Bekanntgaben
- Winterfeier des Musikvereins
Wannweil
Die Bürgermeisterin lädt
zur Feier am 9. Dezember ein.
- Weihnachtsfeier des Gesangvereins
Wannweil am 17. Dez. 2000
Auch hier lädt die Bürgermeisterin
herzlich ein.
- Jugendarbeit
Die Bürgermeisterin gibt
bekannt, dass Frau Ina Großmann und Frau Gisela Ziegler
die neuen Jugendbetreuerinnen seien. Die beiden Mitarbeiterinnen
sind seit Dezember für die Jugendräume in der Schulstraße
zuständig. Zur Unterstützung dieser Hauptamtlichen,
die für 20 bzw. 6 Stunden pro Woche eingestellt seien, würden
noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Die Jugendräume
sollen weiterhin dienstags von 17.00 bis 21.00 Uhr und freitags
von 18.30 bis 22.30 Uhr geöffnet werden. Außerdem
solle auch das Mädchencafé bald wieder eine Fortsetzung
finden und donnerstags von 17.30 bis 18.30 geöffnet sein.
- Erste Sitzung des Agenda
21-Arbeitskreises "Umwelt und Verkehr"
Die Bürgermeisterin weist
darauf hin, dass die erste Sitzung des Agenda 21-Arbeitskreises
am kommenden Dienstag, 12.12.2000 um 19.00 Uhr stattfinden würde.
Sie lädt hier die interessierte Bevölkerung herzlich
ein.
TOP 8 Verschiedenes,
Wünsche und Anfragen
- Vitrine für die Heimatpflege
Frau Sommer ruft in Erinnerung,
dass im HH-Plan 2000 ein Betrag von DM 3.000 für die Anschaffung
einer Vitrine für die Heimatpflege vorgesehen sei.
Die Bürgermeisterin erklärt,
dass die Vitrine bereits angeschafft wurde. Sie habe Herrn Ott
hierüber informiert und ihn gebeten, die Vitrine bei Gelegenheit
zu befüllen.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen
mehr vorlagen, konnte die Vorsitzende die öffentliche Sitzung
des Gemeinderats um 20.15 Uhr schließen.
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