Aktion „Wannweiler Engel“:

Engel einmal anders

 


Textfeld:  
M. Mathes, Schutzengel 
Fürstentümer und Gewalten, / Mächte, die die Thronwacht halten, / geben ihm die Herrlichkeit. / Alle Herrschaft dort im Himmel, / hier im irdischen Getümmel, / steht zu seinem Dienst bereit.

(EG 123,2)

 

Der Text dieses Liedes wurde mir in meiner Werkstatt wieder ganz neu bewusst. Mächte und Gewalten, klang es immer wieder in mir. So stand ich da mit meinem Wellholz, vor mir lag ein großer Klumpen Ton. Ich begann ihn auszuwellen, und schon bald sah ich die Form eines Engels darin. Von da ab gewann die Botschaft der Engel immer mehr Raum in mir.

 

Z

u gleicher Zeit nahm ich an einem Seminar teil. Die Referentin erzählte, dass sie nach dem furchtbaren Geschehen in Amerika am 11. September, einen Traum gehabt hat. In diesem Traum wurde ihr gesagt, dass sie im Laufe einer Woche einmal um Deutschland reisen solle, um im Gebet eine Schutzmauer um unser Land zu bauen. Auf dieser Reise wurde sie sehr krank, konnte sie aber dennoch beenden und hatte danach wieder einen Traum. Sie sah eine Mauer von Engeln um unser Land stehen. Alle hatten Schwerter in der Hand. Es hat mich so beeindruckt, dass sich jemand einfach so auf den Weg macht in Verantwortung für unser Land. Wie nötig brauchen wir auch für unseren Ort, für unsere Familien und für unsere Kinder die Boten Gottes, die uns beschützen, bewahren, begleiten und sich uns aber manchmal auch in den Weg stellen, wenn der Weg nicht der richtige ist. So begann die Wannweiler Aktion „Engel einmal anders“.

 

V

or drei Jahren fing ich mit der „Christlichen Werkstatt als Lebenshilfe“ an. Jede Figur, die in meiner Werkstatt entsteht, ist eine Botschaft Gottes, die mir Hilfe und Richtlinie für mein Leben ist. Ich sehe es als meine Berufung an, anderen diese Hilfe weiterzugeben, damit sie durch die kreative Arbeit Besserung für ihr Leben erfahren und sich mit dem Glauben auseinandersetzen. Etwa 60 Teilnehmer haben an drei Werkstatt-Wochenenden Zugang zu den Engeln gefunden. Sie haben ihre Gedanken und ihre Empfindungen in Ton ausgedrückt.

Eine Teilnehmerin sagte: „Hier habe ich mal alles um mich herum vergessen.“

Eine Andere: „Ich habe mich in dieser Gemeinschaft so wohl gefühlt.“

Wieder eine Andere: “Um mich herum ist es ganz still geworden.“

 

S

o sind jedem von uns die Boten Gottes anders begegnet.

Sieben Mitarbeiterinnen, die mit mir diesen Dienst tun, haben durch Dekoration, Kaffeestube, einem festlichen Abschlussessen und guter Musik dem ganzen einen feierlichen Rahmen gegeben. Es gibt also auch Engel ohne Flügel.

Am 29. November gestalten wir im Rathaus eine Engelausstellung mit einigen Künstlern und den Engeln aus der Werkstatt. Um 19.00 Uhr findet ein Konzert mit Siegfried Fietz: „Manchmal brauchst du einen Engel“ in der Johanneskirche statt.

Ich lade Sie herzlich ein, vielleicht ist ja auch für Sie ein Engel dabei.

M. Mathes