Gemeinde Wannweil
Neuordnungsbereich "Stiegenhaus"
Die Gemeinde Wannweil beabsichtigt im Zuge der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Ortskern I das historisch bedeutende "Stiegenhaus", Gebäude Dorfstraße 14 zu veräußern. Der Erwerber ist aufgefordert, unter Einsatz von Städtebauförderungsmitteln, das Gebäude zu modernisieren und instand zu setzen und entsprechend seiner städtebaulichen Bedeutung zu nutzen.
Die Dorfstraße liegt im Zentrum von Wannweil. Die Lage des Grundstückes bietet hervorragende Voraussetzungen als Standort für Wohnen und evtl. gewerbliche Nutzungen (Dienstleistungen).
Ein vorhandenes städtebauliches Strukturkonzept bildet den Rahmen für die Umsetzung der Neuordnungsmaßnahmen (Auszüge liegen bei); Bestandsanalysen der Gebäude sind vorhanden.

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Gemeindeverwaltung Bürgermeisteramt Hauptstraße 11 72827 Wannweil ( 07121/ 9585-34 |
Sanierungsträger Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH Hohenzollernstr. 12-14 71630 Ludwigsburg ( 07141/ 149-331 |
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Gemeinde
Wannweil Objekt "Stiegenhaus" in attraktiver, zentraler Ortslage
Die Gemeinde Wannweil veräußert im
Rahmen der Sanierung „Ortskern“
ein erhaltenswürdiges Gebäude in attraktiver, zentraler Ortslage. Die Gemeinde sucht Interessenten, die dieses Gebäude grundlegend
modernisieren und einer neuen Nutzung zuführen wollen. Die Umbaumaßnahmen werden mit Sanierungszuschüssen durch die
Gemeinde gefördert; für die nicht durch Zuschüsse abgedeckten Baukosten
bestehen die Möglichkeiten zur Sonderabschreibung
auf der Grundlage von § 7h bzw. 10f EStG. Auskünfte und Exposé auf Anfrage. Konkrete Angebote mit Nutzungsaussagen
erbeten. |
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Lagepläne (Neubau und Modernisierung)
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Grundstücks-/Planungseckdaten
Räumliche
Einordnung

Lageplan
Objektbeschreibung / Information - Gebäudebestand
(Angaben unverbindlich/ ohne Gewähr)
Grundstück/ Gebäude
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Dorfstraße 14 Stiegenhaus |
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Flurstücksbezeichnung |
9; 9/1; 9/2; 9/3; 9/4; 9/5; 9/6; 10; 10/1; 10/2 - gem. beiliegendem Strukturkonzept noch zu vermessen - |
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Planung/Städtebaulicher Entwurf Wohnfläche Umbauter Raum |
Erhaltung/ Modernisierung ca. 225 m² ca. 1.122 m³ |
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Grundstücksfläche Grundstückswert ca. ( ~ 230/ m²) Gebäudewert |
ca. 916 m² ca. 210.680 (ohne Ansatz) |
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Gebäudebeschreibung |
Zweigeschossiges, ehem. Bauernhaus (Baujahr vermutlich ca. 1520-1550). Untergeschoss: Teilunterkellerung mit bauzeitlicher Gewölbekeller. Erdgeschoss Mauerwerk. 1. OG sowie 1. und 2. DG Fachwerk. |
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Parkierung |
Stellplätze sind auf dem Grundstück herzustellen. |
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Abwicklung/ Verfahren |
Grundstücksverkauf mit angemessener, individueller Modernisierungsvereinbarung (Modernisierungsverpflichtung, Regelung der Zuschusshöhe, u.a.). Die Gemeinde Wannweil behält sich die freie Auswahl unter den Interessenten vor. |
- unverbindliches Umbaukonzept -




Grundriss Basis-Geschoss
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
unmaßstäblich


Grundriss Hauptgeschoss
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
unmaßstäblich

Grundriss Hauptgeschoss
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
unmaßstäblich


Überblick über möglich abzureißende Teilbereiche
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
unmaßstäblich

Schnitt AA - Haup
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200

Schnitt BB - Haup
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200

Schnitt BB 2. / hintere Scheune Schnitt AA - Hauptscheune mit Quergiebel Erhebung: Büro Kuhn, 2001 Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200 M 1:200

Haup
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200

Haup
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200

Haup
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200

Scheune - Ansicht von Nordosten
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200

Scheune - Ansicht von Südosten
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200

Scheune - Ansicht von Südwesten
Erhebung: Büro Kuhn, 2001
M 1:200
Gebäude Dorfstraße 14 "Stiegenhaus", Wannweil
Bedeutung der Gebäude
Das Gebäude, zumindest in Teilen, ist eine der 15 ehemaligen Hofanlagen und mindestens seit 1711 dokumentiert (wahrscheinlich im Lagerbuch des frühen 17.Jhd. aufgeführt), bildet die räumliche Mitte der historischen Dorfstraße. Die Anlage ist somit sowohl von gemeindehistorischer, als auch räumlicher und bauhistorischer Bedeutung.
Das Stiegenhaus hat im Kern wahrscheinlich seine ursprüngliche Substanz weitgehend erhalten (An- und Ausbauten blieben untergeordnet). Das Stiegenhaus, bis vor wenigen Jahren mit 2 Wohneinheiten belegt, steht derzeit leer.
Potentiale des Stiegenhauses
- dominante und prägende (historische) Lage
- architektonische Besonderheit / Seltenheit (Art der Erschließung über Außentreppe)
- weitgehend erhaltene Fassade aus der Entstehungszeit
- ursprüngliche Erschließungsstruktur weitgehend noch ablesbar
Probleme
- unsachgemäße statische Eingriffe: Setzungen im zentralen Bereich
- erhebliche statisch-substantielle Mängel
- Modernisierungsrückstand :100%
Planungsziele
Die Gemeinde beabsichtigt die beiden Ortsmittenbereiche (Ra
Somit sollte das Stiegenhaus mit aktiven Nutzungen belegt werden, die möglichst auf einen größeren Bereich der Ortsmitte ausstrahlen. Denkbar sind hierbei folgende Belegungen für das Stiegenhaus: Wohnen, Büro, Kuns
Die Gemeinde selbst will die benachbarte Scheune für eine kommunale Nutzung sanieren.
Nutzungen, Größen des Stiegenhauses
a) Grundflächen
Basisgeschoss (Abstellraum/Keller) einschließlich Anbau: ca. 115 m²
Obergeschoss (Wohnen): ca. 124 m²
1. Dachgeschoss (Wohnen/Bühne) ca. 115 m²
2. Dachgeschoss (Bühne) ca. 59 m² ca. 413 m²
b) Wohnfläche nach DIN insgesamt: ca. 225 m²
c) umbauter Raum - insgesamt: ca. 1.122 m³
davon statisch, architektonisch und bauhistorisch zu erhalten:
Stiegenhaus (./. südlicher Anbau, Ziegelstein)
verbleiben
a) Grundflächen insgesamt: ca. 350 m²
b) Wohnflächen insgesamt: ca. 200 m²
c) umbauter Raum insgesamt: ca. 934 m³
Statische Beurteilung Stiegenhaus - Beschreibung der Mängel
Die Gebäudetrennwand im OG, 1. und 2. DG saß ursprünglich nur auf einem Deckenbalken der Decke über EG. Die jetzige dort vorhandene Wand wurde offensichtlich erst viel später eingebaut. Zu diesem Zeitpunkt war der Balken schon stark durchgebogen. Ob diese später eingebaute Wand ein Fundament hat, ist unsicher. Im südöstlichen Bereich steht diese Wand etwa 1,5 m hinter der Stirnwand des Gewölbekellers, der sich im UG befindet. Da dieser Bereich bedingt durch den Gewölbebau aufgefüllt war, sitzt das Fundament der später eingebauten Wand im aufgefüllten Bereich. Die Wand konnte sich damit dort auch noch setzen, was sicher zu weitern Verformungen beigetragen hat.
Ähnlich verhält es sich mit den beiden ersten Querwänden hinter der straßenseitigen Giebelwand. Auch dieser sitzen nur auf einem Deckenbalken der Decke über EG. Somit konnten sich die Wände verformen. Vermutlich war der Vorgänger des jetzigen Formsteinkamins, der dort steht, auch auf der Decke über EG aufgesetzt. An dieser Stelle liegen drei alte Deckenbalken nebeneinander, allesamt abgebrochen. Die eigentlich fragfähige Gewölberückwand und die darüber liegende Wand im EG blieben anfangs unbelastet. Durch diesen Baufehler konnte sich das gesamte Haus im Bereich der Mitteltrennwand ca. 50 cm setzen, was zu Schäden bis in das Dachtragwerk führte. Der Dachstuhl selbst ist bedingt durch die Verformung, durch tierische Schädlinge und durch Witterungseinflüsse stark reparaturbedürftig. Die Holzbalkendecken sind, soweit über UG sichtbar, ebenfalls stark reparaturbedürftig. Das Gleiche ist für die nicht sichtbaren Deckenbalken der Decke über OG und DG zu erwarten. Die Fachwerkaußen- und Innenwände sind in ihrer Konstruktion kaum sichtbar. Aufgrund von teilweise ablesbaren Verformungen und Ausbauchungen des Putzes muss auch hier realistischerweise von einer starken Reparaturbedürftigkeit ausgegangen werden.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die gesamte Konstruktion des Hauses, vom Dach bis zu den EG-Wänden umfangreicher Reparaturen bedarf. Hinzu kommen noch Schieflagen der Deckenebenen, die, um sie sinnvoll nutzbar zu machen, wieder in die waagerechte Lage zu bringen, d.h. aufzudoppeln, sind.

Umbauvorschlag - Konzept zur Planung und Restaurierung des Stieghauses

Grundstück und Außenanlagen
Büro Kuhn, 2002
Gebäude Dorfstraße 14 "Stiegenhaus", Wannweil

Hof - Ansicht Nord

Stiegenhaus - Ansicht Nord